VERBANDSGEMEINDE

FEUERWEHR

KIRCHEN (SIEG)

Wieso? Weshalb? Warum?

15.06.2017  |  PuMA, RR

Warum rückt oft auch für kleine Schadensereignisse tagsüber ein "großes Aufgebot" der Feuerwehr an?

 

Eventuell ist auch Ihnen schon beim Lesen des „Blaulichtreports“ aufgefallen, dass für vermeintlich kleine „Lagen“ verhältnismäßig viele Feuerwehreinheiten alarmiert werden. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch das Prinzip der Zufallsbereitschaft, welches wir Ihnen nachfolgend erläutern möchten.

 

Die Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Kirchen, ebenso wie alle anderen Feuerwehren im Kreis Altenkirchen, sind ausschließlich aus ehrenamtlichen Kräften aufgestellt. Dies bedeutet, dass es keine festen Bereitschaften gibt, sondern die Einsatzkräfte aus dem heimischen Bett, von der Familie, von der Gartenarbeit oder auch von ihrem Arbeitsplatz zu einem Einsatz kommen. Viele unserer Aktiven arbeiten auch außerhalb der Verbandsgemeinde und haben im Einsatzfall lange Anfahrtswege. Außerdem sind die Einsatzkräfte auch mal im Urlaub oder krank.

Dadurch können wir bei der Planung der Alarm- und Ausrückeordnung niemals im Vorfeld genau festlegen, wie viele Einsatzkräfte jeder Feuerwehr, gerade tagsüber, für einen Einsatz erreichbar sind. Um jedoch trotzdem ausreichend Kräfte an der Einsatzstelle zu haben, wird darum schon seit einigen Jahren in Alarmierungsgemeinschaften alarmiert. Das heißt, dass zu einem Einsatzort tagsüber deutlich mehr Feuerwehren wie eigentlich notwendig sind, alarmiert werden, um auf jeden Fall ausreichend Einsatzkräfte für Ihren Schutz einsetzen zu können.

Dadurch kann es auch durchaus passieren, dass Einsatzkräfte relativ schnell wieder von der Einsatzstelle abrücken, da doch bereits ausreichend Kräfte vor Ort sind.